2000



Das Allgäu ist die deutsche Käseregion im Südwesten Bayerns. Zwei regionale Käsespezialitäten hat die EU bereits mit ihrer Ursprungsbezeichnung geschützt: Allgäuer Emmentaler und Allgäuer Bergkäse. Sennereien in der Region stellen die beiden Hartkäsesorten aus roher Kuhmilch her. Seit diese Namen bei der Europäischen Union als „geschützte Ursprungsbezeichnung“ (g.U.) im Jahr 1997 eingetragen worden sind, dürfen lediglich die Käsereien Allgäuer Emmentaler und Allgäuer Bergkäse herstellen, wenn die benötigte Milch aus dem Allgäu stammt. Die Herstellung von Allgäuer Emmentalerkäse setzt eine Milch voraus, die besonderen Anforderungen unterliegt. Die Milchlieferanten von Allgäuer Emmentalerkäsereien müssen über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus noch weitere Qualitätsbestimmungen beachten. So ist z.B. bei der Fütterung des Milchviehs Gärfutter (=Silage) nicht erlaubt.
Aber ohne Landwirte gäbe es dieses wohlschmeckende Produkt aus der Milch von Allgäuer Kühen, den Käse, nicht. Klimabedingt hat der Landkreis Ostallgäu einen hohen Anteil an Dauergrünland und 83% aller landwirtschaftlichen Betriebe haben Milchviehhaltung. 28 Milchkühe und 25,3 ha landwirtschaftliche Nutzfläche hat der durchschnittliche Ostallgäuer Milchviehbetrieb. Insgesamt waren es im Jahr 2006 noch ca. 3.000 landwirtschaftliche Betriebe, davon zwei Drittel im Haupterwerb und ein Drittel im Nebenerwerb.
Allgäuer Emmentaler und Allgäuer Bergkäse geben der Brotzeit die herzhafte Würze, dürfen in keinem Wanderrucksack fehlen und haben ihren festen Platz in der kalten wie warmen Küche. Und sie sind gesund: 100g Käse deckt den Tagesbedarf an Calcium, Vitamin A zu 34% und Eiweiß zu 60%.